Neues vom Produktmanager: ET 403 N Folge 2

Schritt 2 in der Produktion eines jeden neuen Modells hat im Falle des ET 403 lang gedauert, geschuldet der Pandemie. Fabrikschließungen plus eine große Nachfrage nach Modellbahnen haben keinen Hersteller dazu ermutigt, sich primär mit einer Neuentwicklung zu beschäftigen!
Aber es kam der Tag, an dem ein schicker, 4-teiliger und silberner Zug unsere Büros in Kamen erreicht hat. Und glücklicherweise war das Ergebnis all unserer bisherigen Bemühungen vom Start weg sehr ermutigend.

Erster Schritt war die Überprüfung der Umsetzung im Formbereich. Sieht der Kopf stimmig aus? Passen die Proportionen? Stimmen die Höhen von Fenstern und Türen? Wie machen sich die filigranen Anbauteile auf dem Dach?

Bemerkt wurde bei diesen Kontrollen zum Beispiel, daß die Konstrukteure einen „Fehler“ beim Dachstromabnehmer gemacht hatten. Das Ziel wahr löblich (nämlich die Höhe des Pantos und Bewegung des Schleifstücks zu begrenzen), die Ausführung mit einem zu dicken Haltedraht allerdings nicht gut. Im Sinne einer filigranen Optik wird dieser entfernt.

Nachdem im Formenbereich alles gecheckt war, ging es an die Funktion. Tests über unser hauseigenes Gleisoval samt enger Weichen liefen selbst mit den neuen, kurzen Scharfenbergkupplungen erfolgreich. Eng im wahrsten Sinne des Wortes wurde es erst, als es an S-Kurven in Radius 1 oder Gegenbögen mit diesem Radius ging. Hier stößt eine vorbildgerechte Umsetzung mit dem gewünschten Kuppelabstand an ihre Grenzen.
Auf Basis dieser Erkenntnis haben wir uns dazu entschlossen, den ET 403 mit Kupplungen in verschiedenen Längen auszuliefern, so daß man je nach Anlage kurze und lange Kupplungen kombinieren kann.

Nach analogen Fahrtests erfolgte noch eine Kontrolle der digitalen Funktionen sowie des eingebauten Lautsprechers. Durch Vorabkontrollen der eingebauten Platinen konnte hier das meiste bereits im Vorfeld geklärt werden, so daß der Zug nach Einbau eines Decoders und Aufspielen des passenden Mappings exakt das machte, was er sollte.

Fazit: Test bestanden. Her mit dem Druckmuster!

6 Gedanken zu „Neues vom Produktmanager: ET 403 N Folge 2

  1. Unglaublich spannend ist Euer Bericht zu lesen, es gibt einen guten Einblick, wie schwierig und aufwändig es ist, ein neues Modell zu entwickeln, das ist mir als purer Anwender nicht immer klar…
    Eine Frage noch zum Modell: wird es auch einen einzelnen Zusatzwagen zur Verlängerung des Zuges geben (zumindest die IC-Version fuhr ja auch mit mehr Einheiten) ?

    1. Freut uns, das es gefällt. Ja, für die IC Version wird es auch einen Zusatzwagen geben. Beim Airport Express war das aus Produktionsgründen nicht möglich.

    1. Da die Lage in Sachen Versand und Co. derzeit noch etwas unklar ist, wird es den Preis erst bei der Veröffentlichung geben.

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